Katholisch-Apostolische Kirche Europa
Autonome Bischofliche Prälatur Deutschland e.V.
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Gioacchino (Gino) Collica ist Erzbischof und Katholikos der Katholisch-Apostolischen Kirche Europa (KAKE).
Sein kirchlicher Weg ist eng mit einer persönlichen Berufung verbunden, die bereits in seiner Jugend begann. Sein Weg führte ihn von seiner katholischen Erziehung in Sizilien über Ehe und Familie, das Diakonat und Priestertum bis zum Bischofsamt.
Diese Seite erzählt nicht nur seinen kirchlichen Werdegang, sondern auch die persönliche Geschichte einer Berufung, die ihn über viele Jahre begleitet und schließlich sein Leben grundlegend geprägt hat.
Kurzprofil
Gioacchino (Gino) Collica ist Erzbischof und Katholikos der Katholisch-Apostolischen Kirche Europa (KAKE). Die KAKE ist eine eigenständige und von der römisch-katholischen Kirche institutionell unabhängige Kirche. Collica übt sein kirchliches Amt innerhalb der Katholisch-Apostolischen Kirche Europa aus; es handelt sich nicht um ein Amt innerhalb der römisch-katholischen Kirche.
Die kirchliche Herkunft, die apostolische Sukzession, die bischöflichen Weihen und die dazu vorhandenen Dokumente werden auf den entsprechenden Seiten dieser offiziellen Website ausführlich dargestellt.
Weitere Informationen: Gerichtliche Verfahren und Klarstellungen
Die Berufung von Gioacchino (Gino) Collica begann lange bevor er ein kirchliches Amt übernahm.
Er wuchs in Sizilien in einer römisch-katholisch geprägten Familie und Umgebung auf. In seiner Kindheit und Jugend war die römisch-katholische Kirche für ihn praktisch die einzige Form des kirchlichen Lebens, die er kannte. Andere christliche Traditionen und Kirchen waren ihm damals kaum bekannt.
Schon als junger Mensch verspürte er jedoch einen tiefen Wunsch, sein Leben Gott zu widmen. Besonders zog ihn das monastische Leben an. Sein Wunsch war es, Mönch zu werden und sein Leben dem Gebet und dem Dienst an Gott zu schenken.
Dieser Wunsch stieß innerhalb seiner Familie auf großen Widerstand. Als Erstgeborener waren mit ihm andere familiäre Erwartungen verbunden. Im Alter von achtzehn Jahren führte ihn sein Lebensweg schließlich in eine Ehe. Damit schien sein ursprünglicher Wunsch nach einem monastischen und geistlichen Leben zunächst unerreichbar geworden zu sein.
Er übernahm Verantwortung für seine Familie. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, und über viele Jahre standen für ihn seine Pflichten als Ehemann und Vater im Mittelpunkt seines Lebens. Doch die Berufung, die er bereits in seiner Jugend gespürt hatte, verschwand nicht.
Sie begleitete ihn weiter und sollte viele Jahre später seinen weiteren persönlichen und kirchlichen Lebensweg entscheidend prägen.
Mit den Jahren wurde für Gioacchino (Gino) Collica immer deutlicher, dass die Berufung, die er bereits seit seiner Jugend in sich trug, nicht verschwunden war.
Als er etwa dreißig Jahre alt war, begann er, seinen Lebens- und Glaubensweg erneut intensiver zu betrachten. Er hatte eine Familie, Kinder und eine Verantwortung, der er sich nicht entzog. Gleichzeitig verspürte er weiterhin den tiefen inneren Wunsch, sein Leben stärker in den Dienst Gottes zu stellen.
In dieser Zeit begann er auch gemeinsam mit seiner damaligen Ehefrau, seinen geistlichen Weg intensiver zu leben. Dabei war es ihnen wichtig, dass die Kinder zunächst in Ruhe aufwachsen konnten und nicht durch Entscheidungen der Erwachsenen belastet würden.
Als die Kinder älter wurden, reifte schließlich eine gemeinsame Entscheidung. Beide wollten ihren jeweiligen persönlichen Weg weitergehen. Dabei blieb für Gioacchino Collica die Verantwortung als Vater von grundlegender Bedeutung. Die Neuordnung seines persönlichen Lebens sollte daher nicht als Abkehr von seiner Familie verstanden werden, sondern als Versuch, familiäre Verantwortung und die seit seiner Jugend bestehende geistliche Berufung miteinander zu verbinden.
Rückblickend beschreibt diese Lebensphase einen wichtigen Wendepunkt auf seinem Weg. Was bereits in seiner Jugend begonnen hatte, trat nun wieder stärker hervor: der Wunsch, Gott zu dienen und der geistlichen Berufung, die ihn über viele Jahre begleitet hatte, einen konkreten Platz in seinem Leben zu geben.
Nachdem diese Entscheidung über viele Jahre gereift war, begann für Gioacchino (Gino) Collica der konkrete Weg der Vorbereitung auf den geistlichen Dienst. Was in seiner Jugend mit dem Wunsch begonnen hatte, Mönch zu werden und sein Leben Gott zu schenken, nahm nun Schritt für Schritt konkrete Gestalt an.
Er begann seine kirchliche und theologische Vorbereitung und trat schließlich in den geistlichen Dienst ein. Sein Weg führte ihn zunächst zum Diakonat und anschließend zum Priestertum. Die Priesterweihe empfing er am 12. April 2015.
Ein besonders bewegender Augenblick auf diesem Weg war seine Einkleidung. Seine eigenen Kinder halfen ihm dabei, die Soutane anzulegen. Für einen Vater, der über viele Jahre die Verantwortung für seine Familie getragen und zugleich seine geistliche Berufung in sich bewahrt hatte, besaß dieser Augenblick eine besondere Bedeutung.
Seine Kinder verschwanden nicht aus seinem Leben, als er seiner Berufung folgte. Im Gegenteil: Sie begleiteten ihn bei einem der wichtigsten Schritte seines Lebens. Diese Erfahrung gehört bis heute zu den besonders kostbaren Erinnerungen seines persönlichen und geistlichen Weges.
Der Eintritt in den geistlichen Dienst bedeutete für Gioacchino Collica daher weder eine Abkehr von seiner Vergangenheit noch von seiner Familie. Vielmehr stellte er die Fortsetzung einer Berufung dar, die bereits in seiner Jugend begonnen hatte und die nach vielen Jahren schließlich ihren konkreten Ausdruck im kirchlichen Dienst fand.
Der geistliche Weg von Gioacchino (Gino) Collica blieb nicht beim Priestertum stehen. Nach seiner Priesterweihe wurde an ihn die Frage herangetragen, ob er bereit sei, die Verantwortung des bischöflichen Amtes zu übernehmen.
Diese Entscheidung war für ihn keineswegs selbstverständlich. Das Bischofsamt verstand und versteht er nicht als Auszeichnung oder persönlichen Aufstieg, sondern als eine besondere Verantwortung gegenüber Gott, der Kirche und den Menschen, die einem Bischof anvertraut werden.
Am 17. Oktober 2015 empfing Gioacchino Collica seine erste Bischofsweihe. Die apostolische Sukzession dieser Weihe führt über eine kirchliche Sukzessionslinie zurück, die mit der brasilianischen katholisch-apostolischen Tradition und Bischof Carlos Duarte Costa verbunden ist.
Am 20. Januar 2020 empfing er zusätzlich eine Bischofsweihe sub conditione. Dieser Schritt diente dazu, die apostolische Sukzession und die sakramentale Kontinuität seines bischöflichen Dienstes zusätzlich abzusichern und zu dokumentieren.
Die ausführliche Dokumentation seiner Weihelinien, der beteiligten Bischöfe und der apostolischen Sukzession wird auf einer eigenen Seite dieser Website dargestellt.
Vor der Übernahme seines bischöflichen Dienstes verspürte Gioacchino (Gino) Collica den Wunsch, sich noch einmal bewusst zurückzuziehen, zu beten und vor Gott über die Verantwortung nachzudenken, die vor ihm lag.
Sein Weg führte ihn nach Thüringen, an einen Ort, der mit dem heiligen Severus von Ravenna verbunden ist. Dessen Lebensgeschichte berührte ihn auf besondere Weise. Der Überlieferung nach war auch Severus Familienvater, bevor er zum Bischof von Ravenna berufen wurde.
Gerade diese Verbindung zwischen Familie und geistlicher Berufung bewegte Gioacchino Collica tief. Auch er war Vater und hatte selbst erfahren, wie herausfordernd es sein kann, familiäre Verantwortung und den inneren Ruf zum geistlichen Dienst miteinander zu verbinden.
Die Begegnung mit der Geschichte des heiligen Severus wurde für ihn deshalb zu einem persönlichen geistlichen Zeichen. Es ging ihm nicht einfach darum, ein kirchliches Amt zu übernehmen. Vielmehr wollte er verstehen, was Gott von ihm erwartete, und seinen zukünftigen bischöflichen Dienst im Gebet und im Bewusstsein der damit verbundenen Verantwortung beginnen.
Während dieses Aufenthaltes kam es außerdem zu einer Begegnung, die seinen weiteren kirchlichen Weg nachhaltig beeinflussen sollte. Dort wurde er erstmals näher auf die syrisch-antiochenische christliche Tradition aufmerksam gemacht.
Bis dahin war ihm diese alte christliche Tradition kaum bekannt. In der Folge begann er, sich intensiver mit Antiochien, seiner Bedeutung für das frühe Christentum, seiner Liturgie und Spiritualität sowie mit dem syrisch-aramäischen Erbe auseinanderzusetzen.
Dabei eröffnete sich ihm eine christliche Welt, die ihm zuvor weitgehend verborgen geblieben war. Besonders faszinierte ihn die unmittelbare Verbindung dieser Tradition mit den Ursprüngen des Christentums und mit Antiochien – jenem Ort, an dem die Jünger nach dem Zeugnis der Apostelgeschichte erstmals „Christen“ genannt wurden (Apg 11,26).
Diese Entdeckung blieb für Gioacchino Collica nicht lediglich eine theologische Beschäftigung. Sie prägte zunehmend sein Verständnis von Kirche, Liturgie, apostolischer Tradition und geistlichem Leben und wurde zu einem wichtigen Bestandteil seines weiteren kirchlichen Weges.
Während seines Aufenthaltes in Thüringen begegnete Gioacchino (Gino) Collica zwei Persönlichkeiten aus der syrisch-orthodoxen Tradition, die für seinen weiteren geistlichen und menschlichen Weg von besonderer Bedeutung werden sollten: Schwester Hatune Dogan und Pater Gabriel Aktürk.
Schwester Hatune Dogan ist eine syrisch-orthodoxe Ordensfrau und Gründerin der Stiftung „Helfende Hände für die Armen“. Pater Gabriel Aktürk gehört ebenfalls der syrisch-orthodoxen Tradition an und wirkte als Mönch und Geistlicher an ihrer Seite. Kirchliche Quellen dokumentieren beide gemeinsam bei Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen; dabei wird Pater Gabriel ausdrücklich als syrisch-orthodoxer Mönch bezeichnet.
Durch die Begegnung mit Schwester Hatune und Pater Gabriel lernte Gioacchino Collica die syrisch-antiochenische christliche Tradition aus unmittelbarer Nähe kennen. Dabei ging es nicht allein um Liturgie, Geschichte und kirchliche Tradition, sondern ebenso um eine konkrete Form gelebten Christentums.
Besonders prägend war die gemeinsame Überzeugung, dass der Glaube an Christus nicht nur verkündet werden darf, sondern im konkreten Dienst am Menschen sichtbar werden muss – insbesondere im Dienst an Armen, Bedürftigen, Verfolgten und Menschen, die niemanden haben, der für sie eintritt.
Die Begegnungen eröffneten Gioacchino Collica zugleich einen tieferen Zugang zur syrischen und aramäischen Spiritualität. Schwester Hatune und Pater Gabriel stehen selbst in dieser Tradition; dokumentiert ist beispielsweise, dass beide gemeinsam das Vaterunser auf Aramäisch sangen.
Aus diesen Begegnungen entwickelte sich eine geistliche und menschliche Verbundenheit. Trotz unterschiedlicher kirchlicher Wege blieb die Überzeugung bestehen, dass Christen dort zusammenarbeiten können und sollen, wo Menschen Hilfe benötigen.
Für Gioacchino Collica wurde diese Erfahrung zu einem weiteren wichtigen Schritt auf seinem Weg zur intensiveren Beschäftigung mit der syrisch-antiochenischen Tradition, ihrer Spiritualität, ihrer Liturgie und ihrem aramäischen Erbe.
Im weiteren Verlauf seines geistlichen Weges erhielt Gioacchino (Gino) Collica die Gelegenheit, in Belgien an einer besonderen kirchlichen Feier der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien teilzunehmen. Anlass war die Priesterweihe zweier italienischer Kandidaten.
Bei dieser Gelegenheit begegnete er erstmals persönlich dem Patriarchen der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien sowie Seiner Eminenz Mor Dioscoros Benjamin Atas, Metropolit und Patriarchalvikar für Schweden. Diese Begegnung besaß für Gioacchino Collica eine besondere geistliche Bedeutung und vertiefte seine bereits entstandene Verbundenheit mit der syrisch-antiochenischen Tradition.
Aus dem Wunsch nach einer vertieften kirchlichen Gemeinschaft heraus wandte sich Gioacchino Collica schließlich an das Patriarchat von Antiochien und bat um einen kirchlichen Weg des Dialogs und der Prüfung mit dem Ziel einer möglichen Aufnahme beziehungsweise Inkardination.
Dieser Prozess ist bis heute nicht abgeschlossen. Im Laufe der Jahre fanden hierzu verschiedene Gespräche und Begegnungen statt. Dabei zeigte sich, dass innerhalb der zuständigen kirchlichen Strukturen unterschiedliche Einschätzungen hinsichtlich seines bisherigen kirchlichen Weges und der Voraussetzungen für eine mögliche Aufnahme bestehen.
Unabhängig vom Ausgang dieses Prozesses entwickelte sich seine geistliche Verbundenheit mit der antiochenischen Tradition über die Jahre immer weiter.
Antiochien besitzt für Gioacchino Collica eine besondere geistliche und kirchengeschichtliche Bedeutung. Nach dem Zeugnis der Apostelgeschichte wurden die Jünger dort erstmals „Christen“ genannt (Apg 11,26). Zugleich verbindet die antiochenische Überlieferung ihren apostolischen Ursprung in besonderer Weise mit dem Apostel Petrus.
Die syrisch-antiochenische Spiritualität, Liturgie und Tradition wurden deshalb zu einer wichtigen geistlichen Orientierung auf seinem weiteren kirchlichen Weg. Die Begegnung mit dieser alten christlichen Tradition prägte zunehmend sein Verständnis von Kirche, apostolischer Überlieferung, Liturgie und geistlichem Dienst.
Die Begegnungen von Gioacchino (Gino) Collica mit der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien waren für ihn nicht lediglich Begegnungen mit einer anderen christlichen Konfession. Sie führten ihn vielmehr zu einer immer tieferen Auseinandersetzung mit den apostolischen Ursprüngen des Christentums.
Antiochien gewann dabei für seinen geistlichen Weg eine besondere Bedeutung. Die Heilige Schrift berichtet, dass die Jünger Jesu dort erstmals „Christen“ genannt wurden (Apg 11,26). Die antiochenische Tradition führt ihre apostolischen Wurzeln auf den Apostel Petrus zurück und bewahrt bis heute ein bedeutendes geistliches, liturgisches und theologisches Erbe des orientalischen Christentums.
Je intensiver Gioacchino Collica diese Tradition kennenlernte, desto stärker entwickelte sich seine geistliche Nähe zu ihrer Spiritualität, ihrer Liturgie und ihrem Verständnis des kirchlichen Lebens. Besonders die Bewahrung der syrischen Tradition und der aramäischen Sprache in Teilen des liturgischen Lebens berührte und prägte ihn.
Aus dieser Entwicklung entstand zunehmend der Wunsch, auch seinen eigenen kirchlichen und geistlichen Weg stärker an der syrisch-antiochenischen Tradition auszurichten.
Dabei ist jedoch eine wichtige kirchenrechtliche Unterscheidung festzuhalten: Diese geistliche und liturgische Verbundenheit bedeutet nicht, dass die Katholisch-Apostolische Kirche Europa kirchenrechtlich der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien angehört oder von deren Patriarchat kanonisch anerkannt worden ist. Der hierzu geführte kirchliche Dialog und der Wunsch Gioacchino Collicas nach einer möglichen Aufnahme haben bislang nicht zu einem entsprechenden kirchenrechtlichen Abschluss geführt.
Unabhängig davon bleibt Antiochien für Gioacchino Collica ein bedeutender geistlicher Bezugspunkt seines Glaubens- und Kirchenweges. Diese Verbundenheit gründet nicht auf dem Anspruch einer nicht bestehenden kanonischen Anerkennung, sondern auf seiner persönlichen geistlichen Überzeugung von der besonderen Bedeutung der antiochenischen apostolischen Tradition.
So wurde die antiochenische Tradition im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Bestandteil seines Verständnisses von Kirche, Liturgie, Spiritualität und apostolischer Überlieferung.
Der Weg von Gioacchino (Gino) Collica begann nicht mit dem Wunsch nach Titeln oder kirchlichen Ämtern. Am Anfang stand vielmehr jener Ruf, den er bereits in seiner Jugend verspürt hatte: sein Leben Gott zu schenken und den Menschen zu dienen.
Nach seinem Weg zum Diakonat und zum Priestertum wurde ihm schließlich die Übernahme des bischöflichen Dienstes angetragen. Diese Entscheidung bedeutete für ihn einen weiteren tiefgreifenden Schritt. Das Bischofsamt verstand und versteht er nicht als persönliche Auszeichnung, sondern als Verantwortung für die ihm anvertrauten Menschen und für die Verkündigung des Evangeliums.
Seine erste Bischofsweihe empfing er am 17. Oktober 2015. Seine apostolische Sukzession steht in einer Weihetradition, die über die Igreja Católica Apostólica Brasileira (ICAB) auf Bischof Carlos Duarte Costa zurückgeführt wird.
In den folgenden Jahren setzte sich sein kirchlicher Weg fort. Am 20. Januar 2020 empfing er im weiteren Verlauf seines kirchlichen Dienstes eine Bischofsweihe sub conditione. Die Weihefolge, die beteiligten Bischöfe sowie die dazu vorhandenen Dokumente werden auf dieser Website gesondert und ausführlich dargestellt .
Aus dem persönlichen geistlichen Weg von Gioacchino (Gino) Collica entwickelte sich im Laufe der Jahre eine immer größere kirchliche Verantwortung. Gemeinschaften, Geistliche und Gläubige aus verschiedenen Ländern kamen hinzu, sodass aus einem zunächst persönlichen Berufungsweg zunehmend eine größere kirchliche Mission entstand.
Heute wirkt die Katholisch-Apostolische Kirche Europa (KAKE) als eigenständige christliche Kirche mit eigener kirchlicher Ordnung, eigenem geistlichen und liturgischen Leben sowie eigener kirchlicher Leitung.
Im Mittelpunkt seines Dienstverständnisses steht dabei vor allem die pastorale Verantwortung: Menschen zu begleiten, das Evangelium Jesu Christi zu verkünden, die Sakramente zu feiern, Armen und Bedürftigen beizustehen und Brücken zwischen unterschiedlichen christlichen Traditionen, Völkern und Kulturen zu bauen.
Der Lebensweg Gioacchino Collicas – von Sizilien nach Deutschland, von Familie und Berufung über Diakonat und Priestertum bis zum bischöflichen Dienst – zeigt zugleich, dass eine geistliche Berufung nicht immer auf einem geraden Weg verläuft.
Manchmal braucht es viele Jahre, Umwege, Prüfungen und prägende Begegnungen, bis sich ein Weg immer deutlicher erschließt und eine Berufung ihre konkrete Gestalt im Leben eines Menschen findet.
Im Laufe seines kirchlichen und pastoralen Weges wurde für Gioacchino (Gino) Collica immer deutlicher, dass Kirche nicht nur dort lebt, wo Liturgie gefeiert wird. Kirche muss ebenso dort gegenwärtig sein, wo Menschen leiden, einsam sind, ihre Heimat verloren haben oder konkrete Hilfe benötigen.
Aus dieser Überzeugung entwickelte sich ein wesentlicher Bestandteil seines pastoralen Verständnisses: Verkündigung und tätige Nächstenliebe dürfen nicht voneinander getrennt werden. Das Evangelium Christi soll nicht nur mit Worten verkündet, sondern auch durch konkretes Handeln sichtbar und erfahrbar werden.
Aus diesem Verständnis heraus entwickelten sich im Laufe der Jahre unterschiedliche pastorale, soziale und humanitäre Tätigkeiten. Die Begleitung von Menschen unterschiedlicher Herkunft, die Unterstützung Bedürftiger sowie die Begegnung und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen christlichen Traditionen und Kulturen wurden zu wichtigen Bestandteilen seines kirchlichen Wirkens.
Dabei ist es für Gioacchino Collica von besonderer Bedeutung, einem hilfesuchenden Menschen nicht zuerst mit der Frage nach seiner kirchlichen Zugehörigkeit, seiner Nationalität oder seiner kulturellen Herkunft zu begegnen. Im Mittelpunkt steht vielmehr der Mensch selbst – der Mensch, der Hilfe, Begleitung, Hoffnung, Trost oder einfach ein offenes Ohr benötigt.
Diese Verbindung von Gebet, Verkündigung und tätiger Nächstenliebe prägt bis heute sein Verständnis des bischöflichen Dienstes und zugleich die pastorale und missionarische Ausrichtung der Katholisch-Apostolischen Kirche Europa.
Für ihn zeigt sich die Glaubwürdigkeit kirchlichen Handelns deshalb nicht allein in Worten und liturgischen Feiern, sondern auch darin, ob die Kirche bereit ist, den Menschen nahe zu sein und ihnen konkret zu dienen.
Mit der zunehmenden internationalen Entwicklung der kirchlichen Gemeinschaft entstand auch die Notwendigkeit einer klareren geistlichen und kirchlichen Struktur.
Im Jahr 2022 entwickelte sich gemeinsam mit Bischöfen und Geistlichen die Entscheidung, innerhalb der Katholisch-Apostolischen Kirche Europa ein Katholikat zu errichten. Dabei ging es nicht darum, einen bloßen Ehrentitel oder eine persönliche Auszeichnung zu schaffen, sondern den miteinander verbundenen Gemeinden und kirchlichen Diensten eine geistliche, pastorale und kirchliche Einheit zu geben.
In diesem Zusammenhang wurde Gioacchino (Gino) Collica der Dienst des Katholikos der Katholisch-Apostolischen Kirche Europa übertragen.
Diesen Dienst versteht er nicht als Ausdruck persönlicher Macht oder eines besonderen Ranges. Katholikos zu sein bedeutet für ihn vor allem Verantwortung: die Einheit der Kirche zu bewahren, die Bischöfe, Priester und Gemeinden zu begleiten, über die kirchliche Ordnung zu wachen und zugleich dafür Sorge zu tragen, dass die Verkündigung des Evangeliums und der Dienst am Menschen im Mittelpunkt des kirchlichen Lebens bleiben.
Auch in dieser Entwicklung blieb die syrisch-antiochenische Tradition für seinen geistlichen und kirchlichen Weg von besonderer Bedeutung. Die Hinwendung zur antiochenischen Tradition versteht Gioacchino Collica dabei nicht als Abgrenzung gegenüber anderen christlichen Kirchen, sondern als bewusste Orientierung an einer der ältesten apostolischen Traditionen des Christentums.
Sein persönlicher Weg, der bereits in seiner Jugend mit dem Wunsch begann, sein Leben Gott zu schenken, führte ihn damit schließlich in eine Verantwortung, die zu Beginn seines Berufungsweges nicht vorauszusehen war.
Was als persönliche geistliche Berufung begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem kirchlichen und pastoralen Dienst für Bischöfe, Geistliche, Gemeinden und Gläubige in verschiedenen Ländern.
Kirchliche Dokumentation zur Entstehung des Katholikats
Wenn Gioacchino (Gino) Collica heute auf seinen bisherigen Lebens- und Glaubensweg zurückblickt, sieht er darin keinen Weg, den er von Anfang an geplant hätte. Viele Begegnungen, Entscheidungen, Schwierigkeiten und Erfahrungen haben ihn Schritt für Schritt dorthin geführt, wo er heute steht.
Seinen Dienst als Erzbischof und Katholikos der Katholisch-Apostolischen Kirche Europa versteht er vor allem als Verantwortung vor Gott und gegenüber den Menschen.
Im Mittelpunkt dieses Dienstes stehen für ihn Jesus Christus und sein Evangelium. Kirche darf sich nach seinem Verständnis nicht in Titeln, Ämtern oder Strukturen erschöpfen. Sie muss besonders dort gegenwärtig sein, wo Menschen Trost, Hoffnung, Orientierung und konkrete Hilfe benötigen.
Seinen Auftrag sieht er deshalb insbesondere darin, das Evangelium zu verkünden, Menschen im Glauben zu begleiten, Armen und Bedürftigen zu dienen, die Einheit unter Christen zu fördern und Brücken zwischen unterschiedlichen kirchlichen Traditionen und Kulturen zu bauen.
Seine besondere geistliche Verbundenheit mit der syrisch-antiochenischen Tradition begleitet diesen Weg. Zugleich bleibt sein Blick offen für die Begegnung und den geschwisterlichen Dialog mit allen christlichen Kirchen und Gemeinschaften, die Jesus Christus bekennen.
Gioacchino Collica ist sich bewusst, dass ein kirchlicher Lebensweg nicht frei von Schwierigkeiten, Missverständnissen und Prüfungen ist. Entscheidend bleibt für ihn, immer wieder zum Wesentlichen zurückzukehren: zum Gebet, zum Evangelium, zur Liebe zu Gott und zum Dienst am Nächsten.
Sein Wunsch für seinen weiteren Lebensweg lässt sich in einem einfachen Gedanken zusammenfassen:
Christus und den Menschen zu dienen und dort Brücken zu bauen, wo Trennung besteht.
„Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen.“
(Mk 10,45)